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Auf den Spuren von Nessie, Whisky, Castles & Kings and Queens

Schottlandfahrt des Englisch-Seminars, April 2019

Seit Monaten hatte sich das Schottland-Seminar nun schon auf die bevorstehende Reise nach Edinburgh gefreut. Doch die Vorfreude wurde leider getrübt. Denn einen Tag vor der Abreise stornierte plötzlich unser Gastgeber die Buchung und somit hatten wir keine Unterkunft mehr. Da wir die Reise aber natürlich unbedingt antreten wollten, gelang es uns tatsächlich noch, auf kürzeste Zeit eine neue Wohnung zu organisieren. Somit stand der Exkursion nichts mehr im Weg und am Mittwochabend, 03. April starteten wir die Reise am Münchner Flughafen.

In Edinburgh angekommen bestaunten wir als erstes unsere komfortable Wohnung mitten im Herzen der Altstadt – in der Royal Mile. Unser Ziel am nächsten Morgen war das Edinburgh Castle, eine mittelalterliche Festung auf dem Castle Rock, einem erloschenen Vulkan, die prächtig über die Stadt ragt. Bei einer Führung lernten wir viel über die Vergangenheit schottischer Monarchen und bauten erste Berührungsängste zum schottischen Dialekt ab. Den Höhepunkt der Besichtigung stellte die One o'clock Gun dar, eine Kanone, welche seit 1861 täglich einen Schuss als Orientierung für die Seefahrer abfeuert. Nachmittags tauchten wir im Mary King's Close in die mittelalterlichen Untergründe Edinburghs ab. Über die verborgenen Kammern und düsteren Gassen, die die gesamte Altstadt durchziehen und die früher bewohnt waren, staunten wir nicht schlecht. Ziemlich erschöpft aber voller neuer Eindrücke fielen wir am ersten Tag in unsere Betten.

Am zweiten Tag der Reise starteten wir eine Exkursion zu einem der größten Seen Schottlands, dem Loch Lomond, über Stirling Castle und schließlich zur Whiskydestillerie Glengoyne. Dabei durchquerten wir auch die Ausläufer der Scottish Highlands, die uns noch mit Schnee bedeckt entgegenragten. Unser Busfahrer und gleichzeitig auch Guide erzählte uns während der Fahrt einiges über die Geschichte Schottlands und als ausgebildeter Whiskey-Guide später dann auch über die Whiskyherstellung. Am „Stirling Castle“ erhielten wir eine sehr detaillierte und aufschlussreiche Burg-Führung. Anschließend genossen wir am größten „Loch“ Schottlands, wobei „Loch“ das gälische Wort für See ist, den schönsten und sonnigsten Tag unserer Schottlandfahrt. In der „Glengoyne Distillery“ bekamen wir einen informativen und schrittweisen Einblick in die Whiskyherstellung. Nach zwei Whiskyproben und dem anschließenden Besuch des dortigen Shops, wo das ein oder andere Fläschchen Whisky als Mitbringsel für daheim erstanden wurde, ließen wir – zurück in Edinburgh – den restlichen Abend gemütlich in einem typisch schottischen Pub mit Live-Musik ausklingen.

Am dritten Tag unserer Schottlandreise besuchten wir nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt den Holyrood Palace, die offizielle Residenz der britischen Königin in Schottland. Dieses imposante Gebäude mit einem weitläufigen Garten wurde im Laufe der Jahrhunderte von zahlreichen schottischen Monarchen bewohnt, unter anderem auch von der berühmten schottischen Königin Maria Stuart, über deren bewegtes Leben eine Seminarteilnehmerin auch ihre Seminararbeit verfasst hat. Das seit 1999 existierende, direkt gegenüberliegende Scottish Parliament Building sticht vor allem wegen seiner modernen Architektur sofort ins Auge. Dort hatten wir nach einer strengen Sicherheitskontrolle die Chance, zahlreiche Ausstellungen und den Plenumssaal, in dem die Parlaments-Debatten stattfinden, zu besuchen. Unser letztes Ausflugsziel an diesem Tag, das National Museum of Scotland, beherbergt vielzählige und vor allem interessante Exponate, wie zum Beispiel das berühmte Klonschaf „Dolly“ und weitere historische und technische Ausstellungen über die Geschichte Großbritanniens.

Am letzten Tag unserer Schottlandfahrt wurde es dann noch einmal sportlich, denn wir haben den Berg Arthur´s Seat am Rande von Edinburgh erklommen. Obwohl uns der Aufstieg einiges abverlangt hat, hat es sich gelohnt, da man trotz leichten Nebels einen guten Überblick über ganz Edinburgh und sogar das Meer genießen konnte. Auch wenn wir nur fünf Tage unterwegs waren, haben wir dennoch viel gesehen und erlebt und wollten am liebsten noch etwas länger in Schottland bleiben.

Das Englisch-Seminar 2018/19 mit den Seminarlehrerinnen StRin Caroline Mayer / OStRin Christine Mauthner