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Beste Seminararbeiten der Maximilian-Kolbe-Fach- und Berufsoberschule

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Ben Doßler aus Allersberg und Silvan Voß aus Burgthann hatten das Oberthema „Kurzfilm über Nürnberg“ gewählt.  Verschiedene Schnitt- , Aufnahme- und Bildbearbeitungstechniken mussten dabei erlernt und angewendet werden. Doßlers Streifen handelte von einer Verfolgungsjagd durch Nürnberg. „Das Besondere an meinem Film ist, dass es kein reiner Action-Film ist, sondern dass er gleichzeitig dem Zuschauer Fakten über Sehenswürdigkeiten vermitteln soll“, erläuterte Doßler. Dazu gehören der Schöne Brunnen am Hauptmarkt, Altstadtgassen, die Sebalduskirche und natürlich die Kaiserburg. Vor dem Dreh wurde ein Storyboard erstellt.                                   

Silvan Voß erstellte einen fünfminütigen Film über die Straße der Menschenrechte in Nürnberg.  Der zukünftige Absolvent ging dabei auf die Geschichte der Straße mit ihren 27 Säulen, zwei Bodenplatten und  einer Säuleneiche,  den Aufbau sowie die Intention des Künstlers Dani Karavan ein. Ferner behandelte Voß die Auswirkungen auf Nürnberg und die Situation der Menschenrechte heute anhand zweier Beispiele. Auf den Säulen steht in Deutsch und einer anderen Sprache in verkürzter Form jeweils ein Artikel aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. „Die Straße verhalf Nürnberg dazu, von einer verfluchten Stadt zu einer Stadt der Hoffnung zu werden, die die Menschenrechte nicht zuletzt mit der Verleihung des Internationalen Menschenrechtspreises feiert“, schilderte der Schüler.

Amelie Schauer aus Dietfurt wählte als ihr Thema „Die Welt der Fabeln von der Antike bis in die heutige Zeit“.  In den Fabeln werden Tiere vermenschlicht und der Leser soll eine Lehre daraus ziehen. Die Absolventin setzte ihre Arbeit als 60-minütigen Escape-Room um. Dabei steckte sie viel  Engagement hinein, bastelte Figuren und kleine Räume mit sieben selbst ausgetüftelten Rätseln. Klassische Fabeln wie „Der Löwe und die Maus“ von Äsop fanden dabei genauso Eingang wie die moderne Fabel „Die Regentropfen“ von Konstantin Josuttis mit der Erkenntnis, dass alle Menschen gleich sind.        

Felix Schaller aus Parsberg beschäftigte sich mit der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft als  einem Teil der deutschen Kolonialgeschichte. „Auf das Thema bin ich gestoßen, nachdem ich eine Doku über Tansania, das frühere Deutsch-Ostafrika gesehen habe“, erläuterte Schaller. Die Deutsch-Ostafrikanische  Gesellschaft entstand in den 1880er Jahren mit dem Ziel, neue Ländereien zu erwerben. Mehr als 30 Jahre wurde das Land von den deutschen Kolonialherren ausgebeutet und die einheimische Bevölkerung wurde unterdrückt. Mehrere Aufstände wurden von den sogernannten deutschen Schutztruppen brutal niedergeschlagen. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges verlor Deutschland seine Kolonien. Deutsch-Ostafrika  wurde zwischen  Belgien und Großbritannien aufgeteilt.  Erst im Jahre 1964  entstand der selbständige Staat Tansania. „Heute ist das Verhältnis zwischen Tansania und Deutschland auf Augenhöhe, durchaus freundschaftlich und es gibt zahlreiche gemeinsame Projekte“, bilanzierte Schaller.                                                                             

Mareike Frank aus Greding untersuchte die Zukunftsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie im Hinblick auf eine CO 2neutrale Wertschöpfungskette. Frank vergleich die deutschen Hersteller BMW, Volkswagen und Mercedes miteinander. „Jedes Unternehmen setzt andere Schwerpunkte. BMW baut zum Beispiel Sekundärmaterial in seine Autos ein“, schilderte die Absolventin. Bei der Gesamtbewertung komme es auf die Rohstoffherkunft und die Verwertung an. Entscheidend sei es, die Verbraucher davon zu überzeugen, dass vollelektrische Fahrzeuge die Lösung seien. Mercedes sei hier noch hintendran. Frank forderte, dass die deutsche Industrie unbedingt innovativ bleiben muss, um mit China, das die Autoherstellung subventioniert, mithalten zu können.

Text und Fotos: StD i.R. Franz Xaver Meyer

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