Maximilian-Kolbe-Schule
Startseite

Unter dem Dach der Beruflichen Oberschule Bayern (BOB) ...

Foto Aula Ost© Thomas Heinrich

.. sind die Schularten

  • Fachoberschule (FOS) und
  • Berufsoberschule (BOS ) vereinigt.

Die Berufliche Oberschule baut generell auf einem mittleren Schulabschluss auf und vermittelt allgemeine, fachtheoretische und fachpraktische Bildung unter Einbeziehung (in der Jgst. 11) berufspraktischer Erfahrungen.

Die FOS und BOS fördert handlungssicheres Lösen von komplexen beruflichen Situationen durch selbstorganisiertes und soziales Lernen. Qualifizierte Informationsbeschaffung, Kommunikationund Analysefähigkeit sowie Kreativität tragen zur Kompetenzstärkung bei.

Ihr Besuch  unterstützt die Persönlichkeitsbildung, indem  Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz des Einzelnen gestärkt werden.

Zielsetzung

Die Berufliche Oberschule bereitet auf ein Studium vor. Folgende Abschlüsse können erworben werden:

  • Nach der 12. Jahrgansstufe das Fachabitur, die Studienberechtigung für alle Studiengänge an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (früher Fachhochschule genannt).
  • Nach der 13. Jahrgangsstufe das Abitur, die Studienberechtigung an einer Hochschule oder an einer Universität. Beim Abitur gibt es zwei Möglichkeiten: 
    • Mit dem Nachweis von Kenntnissen in einer zweiten Fremdsprache erwerben die Schülerinnen und Schüler nach der 13. Jahrgangsstufe die allgemeine Hochschulreife, die zum Studium aller Fächer an deutschen Hochschulen und Universitäten qualifiziert.
    • Ohne Nachweis dieser Kenntnisse (d.h. „nur“ mit Englisch) erhalten die Schülerinnen und Schüler die fachgebundene Hochschulreife, die zum Hochschulstudium in allen Studiengängen sowie zum Studium an Universitäten in denjenigen Fächern berechtigt, die der Ausbildungsrichtung zugeordnet sind

Zielgruppe

Die Berufliche Oberschule ist die richtige Wahl für Bewerberinnen und Bewerber mit dem Abschluss der Realschule, Wirtschaftsschule, Hauptschule (M-Zug) oder 10.Klasse des Gymnasiums, oder mit einer Berufsausbildung bzw. mehrjährigen Berufserfahrung.

Die Interessenten müssen in den für ein späteres Studium besonders wichtigen Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik insgesamt zumindest befriedigende Vorkenntnisse mitbringen und Spaß am Lernen haben. Erwartet werden – neben einer hohen Lernmotivation – Ausdauer und die Bereitschaft, gemeinsam mit anderen zu arbeiten.

Weiterführende Informationen

Einen guten Überblick über das schulische Angebot der Beruflichen Oberschule finden Sie auf den Seiten der Ministerialbeauftragten. Dort können Sie auch die Schulordnung in der jeweils gültigen Fassung einsehen. 

Im Servicebereich dieser Homepage bieten wir Ihnen 

  • Informationen zur Schulaufbahn als PDFs zum Herunterladen,
  • Links zur Schulordung, zum Lehrplan sowie auf die Seiten Seiten des Kultusmininsteriums zun Thema Berufliche Oberschule.

 

Lesenswert ist ein Interview mit Frau Jutta Kloth, Ehrenmitglied der Landeselternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns, LEV FOS. Sie ist Mutter von vier Kindern, davon besuchten zwei erfolgreich die Fachoberschule.

Die Berufliche Oberschule – Eine äußerst erfolgreiche Alternative

Frau Jutta Kloth, Ehrenmitglied der Landeselternvereinigung FOS© LEV FOSAn Bayerns beruflichen Oberschulen legen jährlich über 26.000 junge Menschen ihre Abschlussprüfungen ab – mit abgeschlossener Berufsausbildung über die Berufsoberschule oder nach dem mittleren Schulabschluss über die Fachoberschule.

Wir sprachen mit Frau Jutta Kloth, Ehrenmitglied der Landeselternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns (LEV FOS). Sie ist Mutter von vier Kindern, davon besuchten zwei erfolgreich die Fachoberschule.

Frau Kloth, welche Vorteile hat die Ausbildung an der Fachoberschule?

Die Fachoberschule bietet eine sehr praxisnahe Ausbildung. Die Schülerinnen und Schüler können je nach persönlicher Neigung unter mittlerweile (!) sieben verschiedenen Ausbildungsrichtungen wählen (Technik; Wirtschaft und Verwaltung; Internationale Wirtschaft; Sozialwesen; Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie; Gesundheit; Gestaltung). In der 11. Jahrgangsstufe besteht die Hälfte der Unterrichtszeit in einer fachpraktischen Ausbildung, die den Schülern und Schülerinnen eine erste Begegnung mit der Arbeitswelt ermöglicht und sie durch den fachlichen Bezug optimal auf ein Studium oder auch eine Berufsausbildung vorbereitet.

Sie haben auch als Mutter mit zwei Kindern an der FOS viele Erfahrungen gesammelt, wie sieht der typische Schüler, die typische Schülerin aus?

Ich glaube, den typischen Schüler, beziehungsweise die typische Schülerin gibt es in keiner Schulart. Im Allgemeinen sind die Schülerinnen und Schüler an den Fachoberschulen zielstrebiger in der Wahl ihres weiteren beruflichen Weges als zum Beispiel am Gymnasium, da sie sich zu Beginn ihrer Schulzeit an der Fachoberschule schon für eine Ausbildungsrichtung entscheiden und somit die Weichen stellen für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn.

Welche Ziele und Erwartungen haben die Schüler an ihre Ausbildung?

Das erste Ziel ist natürlich das Erreichen der Fachhochschulreife und für immer mehr Schüler und Schülerinnen der Besuch der FOS 13 mit dem Abschluss der allgemeinen, beziehungsweise fachgebundenen Hochschulreife. An ihre Ausbildung haben sie die Erwartung einer praxisbezogenen Ausbildung in Verbindung mit einem breiten theoretischem Wissen und einer guten Allgemeinbildung, die sie gut auf ihren späteren Beruf vorbereitet.

Wie bewerten Sie den Erfolg der FOS 13?

Dieser Erfolg ist äußerst groß, da die FOS 13 eine gleichwertige Alternative zum Gymnasium ist, die allgemeine Hochschulreife zu erreichen. Schülerinnen und Schüler, deren Stärke nicht auf den Fremdsprachen liegt, haben mit dem erfolgreichen Besuch der FOS 13 die Möglichkeit, mit nur einer Fremdsprache die fachgebundene Hochschulreife zu erhalten.
Dadurch können sie direkt nach ihrem Abschluss der FOS 13 an der Universität einen Studiengang aufnehmen, der inhaltlich der an der Fachoberschule gewählten Ausbildungsrichtung entspricht.

Wird die Bedeutung der Fachoberschule in Bayern nach ihrer Meinung in Zukunft noch steigen?

Ich denke sicher, dass die Bedeutung der Fachoberschulen in Bayern deutlich steigen wird, da die praxisnahe Ausbildung von Wirtschaft und Hochschulen sehr geschätzt wird und die Absolventinnen und Absolventen sowohl in der Praxis als auch in der Theorie einen hohen Wissenstand erreichen.

Welchen Rat würden Sie anderen Eltern im Umgang mit Schule geben?

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass jedes Kind seinen eigenen Weg findet und die Eltern die Schulzeit der Kinder mit Gelassenheit und Vertrauen in die Fähigkeit ihrer Kinder begleiten sollen. Dies schließt auch die richtige Schulwahl für das einzelne Kind ein.
Der Königsweg für jedes Kind ist der Weg, der seinen Begabungen entspricht, das kann das Gymnasium, aber auch die Real-, Wirtschaftsschule oder Mittelschule und anschließend eine Berufsausbildung oder die Fachoberschule sein.

Wenn Sie Wünsche für die FOS frei hätten, welche wären das?

Der eine Wunsch betrifft die stärkere Wahrnehmung der Fachoberschulen in der Öffentlichkeit. Damit könnten sich die Eltern und Kinder bewusster für eine Schullaufbahn an der Fachoberschule entscheiden und vielen Kindern würden dadurch Frustrationen durch eine falsche Schulartwahl und unnötige Schulwechsel erspart bleiben.

Und der andere Wunsch ist, dass alle Schülerinnen und Schüler an den Fachoberschulen verständnisvolle Lehrkräfte haben, die durch ein positives Unterrichtsklima die ihnen anvertrauten jungen Leute zum eigenverantwortlichen Lernen motivieren und damit zu einem erfolgreichen Abschluss führen.

Frau Kloth, wir danken Ihnen für das Gespräch!