Maximilian-Kolbe-Schule
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Integraler Bestandteil der Ausbildung an der FOS – das Praktikum

 

Foto mit Angehörigen verschiedenster Berufe© KM 

In der 11. Jahrgangsstufe der FOS gehört ein Praktikum zum festen Bestandteil der Ausbildung. Im wöchentlichen Wechsel mit dem schulischen Unterricht. Diese sog. fachpraktische Ausbildung erfolgt je nach gewählter Ausbildungsrichtung in Betrieben der lokalen Wirtschaft, in sozialen Einrichtungen oder in unseren schuleigenen Technikwerkstätten. Sie stellt für die Mehrzahl der Schüler eine erste, planmäßige Einführung in die Arbeits- und Berufswelt dar. Sie bringt also eine Umstellung vom Schüler zum ganztägig Berufstätigen. Die Gesamtleitung der Fachpraxis liegt in den Händen des Schulbeauftragten, Herrn StD Claus Ripper (Büro im Erdgeschoss, Raum E-29; telefon. Durchwahl - 206).

Ihre Ansprechpartner in der Fachpraxis:

 

Für die Ausbildungsrichtungen Wirtschaft und Verwaltung sowie (neu seit 09/2018) Interntationale Wirtschaft erfolgt die fachpraktische Betreuuung (fpB) durch folgende Lehrkräfte:

  • OStRin Stephanie Graf
  • StRin Anke Günther
  • StD Claus Ripper
  • OStR Roman Schieder
  • StD Mathias Thoma
  • StR Maximilian Wolf

Möchten Sie sich mit einer der betreuenden Lehrkräfte in Verbindung setzen, nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

 

Für die Ausbildungsrichtung Sozialwesen erfolgt die fachpraktische Betreuuung (fpB) durch folgende Lehrkräfte:

  • OStR Wolfgang Kilian
  • OStRin Christiane Koch (Koordinatorin Fachpraxis Sozialwesen)
  • StRin Sabine Kowoll

Möchten Sie sich mit einer der betreuenden Lehrkräfte in Verbindung setzen, nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

 

Für die Ausbildungsrichtung Technik erfolgt die fachpraktische Betreuuung (fpB) durch die Lehrkräfte unserer schuleigenen Werkstätten:

  • Metall: WAB Dirk von Hof (Koordinator Fachpraxis Werkstätten)
  • Elektro: WAB Albert Schlupf
  • Informatik: WAB Michael Wachter

Möchten Sie sich mit einer der betreuenden Lehrkräfte in Verbindung setzen, nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Schüler der 11. Jahrgangsstufen finden wichtige Formulare, die sie zur ordnungsgemäßen Führung ihres Berichtsheftes benötigen, im Downloadbereich.

Allen Schülerinnen und Schülern werden in Neumarkt und Umgebung wohnortnah geeignete Praktikumsstellen vermittelt. Diese Praxiseinteilung findet jeweils bereits zum Ende des vorherigen Schuljahres, Mitte Juli, statt. Die Verteilung nimmt die Schule vor; sich selbst eine Praktikumsstelle zu suchen ist nicht möglich. Der genaue Termin der Praxiseinteilung wird rechtzeitig auf der Homepage veröffentlicht. 

Mit Einführung des LehrplanPlus an den Beruflichen Oberschulen zum Schuljahr 2017/18 erfährt die fachpraktische Ausbildung eine Aufwertung: Alle Leistungen, die im Rahmen der Fachpraxis (fpT, fpA, fpV) erzielt werden, fließen nun in die Abiturnote mit ein

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Zweigspezifische Informationen zum Praktikum

Nach dem mittleren Schulabschluss verfügen die Schüler unserer 11. Jahrgangsstufe über unterschiedliche wirtschaftliche Grundkenntnisse, praktische Erfahrungen liegen nur selten vor. Die fachpraktische Ausbildung verfolgt deshalb die Ziele,

  • eine erste Begegnung mit der Arbeitswelt herstellen;
  • praktische Kenntnisse und Fähigkeiten als Grundlage für den Unterricht vermitteln;
  • eine Orientierungshilfe für die Berufsfindung bieten;
  • einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten;

Die Schüler erhalten ihre fachpraktische Ausbildung in Industriebetrieben, Unternehmen des Dienstleistungssektors, Groß- und Einzelhandelsfirmen sowie bei Banken, Versicherungen und Behörden. Diese fachpraktische Tätigkeit (fpT) in der Praktikumswoche bildet die Grundlage für die regelmäßig zu führenden Tätigkeitsberichte. 

Die fachpraktische Anleitung (fpA) während der Schulzeit erweitert die im Betrieb erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen und verknüpft sie mit den fachtheoretischen Inhalten des Unterrichts. Die Schüler verfassen dreimal im Jahr Arbeitsberichte zu vorgegebenen Themen, halten ein umfassendes Referat über ihre Ausbildungsstelle, und üben in Rollenspielen die Kommunikation bei verschiedenen Anlässen, z.B. bei der Kundenberatung. Interessante Vorträge von Mitarbeitern verschiedener Unternehmen (nicht selten ehemalige Schüler von uns!) und Betriebsbesichtigungen runden die Lehrinhalte der fpA ab. 

Vortrag in der fpA: Zwei ehemalige Schülerinnen referieren über ihre jetzigen Berufe© Claus Ripper

Die Inhalte der fachpraktischen Vertiefung (fpV) bestehen aus dem Umgang mit Standardsoftware im Bürobereich (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation) in Kombination mit mobilen Kommunikationsgeräten (Smart-Phone).

Der fachpraktische Unterricht ist kompetenz- und handlungsorientiert. Damit fördern wir die Selbständigkeit der Schülerzu sowie ihre Fähigkeit, im Team zu arbeiten, Probleme zu erkennen und ihre Arbeit selbstgesteuert zu organisieren.

Praxisstellen und Betreuungslehrkräfte kooperieren eng. Durch regelmäßige Besuche vor Ort und Telefonate werden auftretende Probleme frühzeitig identifiziert, Arbeits- und Sozialverhalten der Praktikanten besprochen und Kontakte gepflegt.

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In der Ausbildungsrichtung Sozialwesen gibt es obligatorisch die zwei Schwerpunkte Erziehung und Pflege, die jeweils das Praktikum eines Halbjahres bestimmen. Das Pflegepraktikum wird durch den Pflegehelferkurs des BRK-Neumarkt vorbereitet. Als Praktikumsnachweis führen die Schüler Berichtshefte, deren Qualität in die Benotung des Praktikums eingeht. Die Schule hält im Rahmen dieser fachpraktischen Tätigkeit (fpT) zu den Praxisstellen intensiven (telefonischen und persönlichen) Kontakt. 

In der fachpraktischen Vertiefung (fpV) erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen aus der Arbeit in den sozialen Einrichtung noch durch Musik und Kunst im sozialen Kontext sowie durch Methoden und Prinzipien sozialpädagogischen Arbeitens. Theoretische und praktische Aspekte können so direkt aufeinander bezogen werden. 

In mehreren Anleitungstreffen in der Schule (fpA) werden die Inhalte des Praktikums vertieft durch Themenberichte, Referate und Reflexionen sowie nicht zuletzt durch das Kennenlernen weiterer sozialpädagogischer Arbeitsfelder durch Exkursionen. Die fpA findet sowohl an ca. drei Samstagen in geblockter Form als auch nachmittags während der Schulwoche statt. Die Blockung eröffnet die Möglichkeit, einzelne Themen intensiver oder eventuell auftretende Schwierigkeiten ohne Zeitdruck im geschützten Rahmen zu behandeln. 

fachpraktische Ausbildung Sozialwesen: Szene aus einem Kindergarten© Thomas Heinrich

Ziel und Anspruch

Das Praktikum im Sozialzweig erlaubt ganzheitliches und handlungsorientiertes Lernen, das die gesamten Lebens- und Erlebensinhalte der Schülerinnen und Schüler zur Grundlage hat.

Im Praktikum versuchen Schülerinnen und Schüler, Praktikumsanleiter und Betreuungslehrer gemeinsam, etwas mit Verstand, Gefühl und Handeln zu machen.  

Es hat also eine persölichkeitsbildende Funktion. Durch den Einblick in die Vielfalt sozialpädagogischer Handlungsfelder kommt ihm darüber hinaus eine Orientierungsfunktion zu. Darüber hinaus können Schüler durch die aktive Mitarbeit und Reflexion über eigene Erfahrungen erproben, ob sie für einen sozialen Beruf geeignet sind (Berufsfindung). 

Durch Erlernen persönlicher und sozialer Fähigkeiten, wie zum Beispiel Sensibilität, Einsatzbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit sowie fachlicher Fähigkeiten, wie beispielsweise Möglichkeiten der Förderung von Kindern, des gruppenpädagogischen Vorgehens oder der Pflege von alten und/oder kranken Menschen, wird eine umfassende persönliche und berufliche Handlungsfähigkeit angebahnt.

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Nützliche Grundlage im Sozialzweig: Der Pflegediensthelfer-Lehrgang

Fester Bestandteil des Praktikums in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen ist ein Pflegediensthelfer-Lehrgang. Absolviert wird er zu Beginn der Jahrgangsstufe 11. Inhalt des zweiwöchigen Lehrgangs ist ein Erste-Hilfe-Kurs, ein Vorbereitungslehrgang in Krankenpflege und das Krankenhauspraktikum. Themen aus der Grund- und Behandlungspflege sind: Betten und Lagern des Kranken, Hygiene im Krankenhaus, Beobachten und Überwachen des Kranken, Messung von Vitalwerten (wie Blutdruck, Puls und Temperatur), Umgang mit Demenz, Verhalten bei lebensbedrohlichen Zuständen, und Verbandwechsel. Das Krankenhauspraktikum umfasst die Grundpflege und die allgemeine Stationsarbeit.

FOS-Schüler Sozial 11 haben Pflegediensthelfer-Lehrgang absolviert© Claus Ripper

Mit dem Pflegediensthelfer-Lehrgang schafft das BRK Neumarkt seit Jahrzehnten die Voraussetzung, damit unsere Schüler anschließend in Krankenhäusern oder Altenheimen ein Stationspraktikum absolvieren können. Daneben praktizieren sie in sozialpädagogisch-erzieherischen Einrichtungen, in Kindergärten, sonderpädagogischen bzw. Behinderteneinrichtungen, aber auch in Einrichtungen der schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung. Beide Erfahrungsbereiche sind in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen der Fachoberschule verpflichtend. Das Praktikum nimmt die Hälfte der Ausbildungszeit in der 11.Klasse ein.

Die Maximilian-Kolbe-Schule zeigt sich damit als die von Bildungsexperten vielfach geforderte praxis- und berufsbezogene Schule, die es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, bereits frühzeitig Erfahrungen in potenziellen künftigen Berufsfeldern zu sammeln und so besser auf die Studien- und Berufswahl vorbereitet zu sein. Die Praktika in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen sind darüber hinaus besonders geeignet, Schülerinnen und Schülern soziale Kompetenzen zu vermitteln wie Einfühlungsvermögen, Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit und die Bereitschaft, auch schwierigere Situationen durchzustehen, wie es von künftigen Mitarbeitern heute erwartet wird.

Szene aus dem Pflegediensthelfer-Lehrgang© Thomas Heinrich

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Die Ausbildungsrichtung Technik ist die einzige, bei der das Praktikum intern stattfindet, nämlich in unseren schuleigenen Werkstätten im Gebäude der Berufsschule Neumarkt, gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite. Es gibt drei Prakikumsbereiche, die in Blöcken zu sechs Wochen (natürlich im Wechsel mit den jeweiligen Schulwochen) durchlaufen werden:

  • Metalltechnik
  • Elektrotechnik
  • Informationstechnik

In der Technik wird sowohl die fachpraktische Tätigkeit (fpT) als auch die fachpraktische Anleitung (fpA) von unseren Werkstattausbildern (WAB) vorgenommen. Die fachpraktische Vertiefung (fpV) schließlich umfasst Technisches Zeichnen, zunächst klassisch am Zeichenbrett und danach an CAD- Programmen mit Vernetzung zu den einzelnen Produktionsmitteln (z.B. Drehmaschinen).

In der FOS-Metallwerkstatt wurden die Grundlagen der Metallbearbeitung von Industriemeister Dirk von Hof vermittelt. Der Begriff „Grundlagen“ klingt einigermaßen harmlos, umfasst aber Anreißen, Körnen, Bohren, Gewindeschneiden, Reiben, Senken, Sägen, Feilen, Drehen, Fräsen, CNC-Programmierung, Schweißen mit MAG und WIG Schweißgeräten, Bleche scheren und abkanten, verschiedene Schraub- und Stiftverbindungen erstellen, Kleben, CNC Maschinen programmieren mit Siemens Shop Mill, Haidenhein 320 und Siemens 3T Steuerung, Zeichnungen erstellen mit AutoCAD Inventor. Daneben gab es verschiedene Projektarbeiten, wie z.B.: 3D- Drucker, Partygrill, Schraubstock, Fernsehturm u.a.m.

Die FOS-Elektrowerkstatt wird von Elektromeister Albert Schlupf betreut, der die Grundlagen der Elektrotechnik vermittelt: Sicherheitsbelehrung über Gefahren des Stromes, LED -Technik, Montage Schukoverlängerung, Grundschaltungen, Schützschaltung, speicherprogrammierbare Steuerung (SPS), Messtechnik, Löttechnik, Antennentechnik, Netzwerktechnik sowie auch hier Projektarbeiten.

Im Bereich Informationstechnik wurden unter der Leitung von Betriebsinformatiker Michael Wachter in enger Zusammenarbeit mit den Schülern folgende Schwerpunkte behandelt:

  • Gestaltung und Programmierung von Webseiten mit HTML, CSS, JavaScript und PHP
  • Programmierung von Windows-Anwendungen mit einer höheren Programmiersprache wie C++ oder Java
  • Erstellung von professionellen Präsentationen mit PowerPoint
  • Workshop „Hardwaretechnik“ (Schüler bauen die an unserer Schule benötigten PCs aus Einzelkomponenten selbst zusammen!)
  • Entwicklung von CAD-Anwendungen mit Autodesk Inventor
  • Workshop „Licht- und Tontechnik
  • Durchführung von Projektarbeiten gemäß den Vorgaben eines Pflichtenheftes

 

Geöffneter PC: Blick auf die Komponenten© Michael Wachter

Workshop Licht- und Tontechnik in Kooperation mit dem Jugendhaus G6 in Neumarkt

 

Hat Sie das Live-Konzert Ihrer Lieblingsband zuletzt so richtig begeistert? Vielleicht haben Sie auch schon mal darüber nachgedacht, wie der tolle Sound und die beeindruckende Light-Show eigentlich zustande kommen? Und wer das macht?

Detailausschnitt MischpultSeit 2010 wird der Workshop im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung Technik für die Schüler an der Maximilian-Kolbe-Schule bereits durchgeführt. Unter der Leitung von Andreas Meyer vom Jugendhaus G6 und Werkstattausbilder Michael Wachter lernen die Jugendlichen Grundlagen der Licht- und Tontechnik für Theater oder Bandauftritte. Die Programmierung von Lichtshows, sowie die Durchführung von Soundchecks für Instrumente mittels Tonmischpult machen einen großen Teil der Ausbildung aus. Schnell stellt sich heraus, wieviel Übung dazu gehört, professionelle Ergebnisse zu erzielen. Dabei wird eines immer wieder deutlich: 

Perfektion in Licht und Ton erfordert neben körperlicher Beanspruchung und technischer Finesse sehr viel Sorgfalt zum Thema Bühne. 

Vor allem unserer Schulband ist die kompetente technische Unterstützung durch die Absolventen des Kurses hoch willkommen. Auch bei der Beschallung der schulübergreifenden Theatertagen vom 4./5. März 2016 am Willibald-Gluck-Gymnasium waren unsere Techniker gern gesehen. Obendrein soll der Workshop als Entscheidungshilfe für Schüler dienen, die später eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich anstreben.

Motiviert am Mischpult: Tontechniker an den Theatertagen

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