Maximilian-Kolbe-Schule
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Wenn Engagement Form gewinnt: Projekte an der Maximilian-Kolbe-Schule

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte unserer Schule engagieren sich in vielfältiger Weise. Immer wieder erwachsen daraus Projekte. Einige davon möchten wir Ihnen auf dieser Seite vorstellen. 

Lernen mit Herz und Hand auf Helgoland – Meeresbiologische Studienfahrt 

Vom 07.07.2017 bis 15.07.0217 zogen 20 Schülerinnen und Schüler (begleitet von drei Lehrkräften) aus, um Flora und Fauna auf Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland in  Augenschein zu nehmen. Wobei, ob Helgoland im juristischen Sinne tatsächlich als Hochseeinsel gelten darf, ist nicht unumstritten. Die rechtlichen Feinheiten der Definition wollen wir hier jedoch großzügig unter den Tisch fallen lassen.

Völlig eindeutig indes, dass die Natur Helgolands und der es umgebenden Nordsee eine faszinierende Vielfalt an Arten und Erscheinungsformen hervorgebracht hat. Die zu entdecken, half uns das OPENSEA Schülerlabor des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) mit seinen Mitarbeiterinnen Brigitte, Mirjam, Birte und Ronja, denen wir hiermit ganz herzlich Danke sagen möchten. Sie hatten ein breites Programm für uns vorbereitet: So wurde das Ökosystem Felswatt ebenso erforscht wie die Fischerei oder das Plankton, die Kinderstube des Meeres.

Eine andere Schülergruppe beschäftigte sich mit der immer weiter zunehmenden Verbreitung von Plastikmüll im Meer. Schon gleich nach unserer Ankunft, bei einem ersten Blick auf die Nester am Vogelfelsen auf der Südseite der Insel, war uns Plastik in den Nestern vieler Vögel aufgefallen. Die skeptische Vermutung wurde schnell zur traurigen Gewissheit: die Hinterlassenschaften unserer modernen Zivilisation in Form von Kunststoff (-abfällen) sind mittlerweile wirklich überall. Da es keine realistische Möglichkeit gibt, den Plastikmüll wieder aus dem Ozean zu filtern, bleibt für die Zukunft nur, weiteren Eintrag möglichst zu verhindern.

Ein Höhepunkt der Exkursion war zweifellos die Ausfahrt mit dem Fischkutter Uthörn. Hier konnten unsere Schülerinnen und Schüler unter kundiger Anleitung der Matrosen tatkräftig Hand anlegen beim Einbringen und Auswerten eines ... ja, nennen wir es mal: wissenschaftlichen Fischfangs. Entgegen manch vorheriger Befürchtungen, musste sich niemand der Seekrankheit geschlagen geben.

Tote Vögel am Strand der Hauptinsel, ein toter Jungseehund und eine flugunfähig dahinhumpelnde Möwe machten auch deutlich, dass die Natur nur dann ein bukolisches Idyll ist, wenn sie zuvor von den Disney-Studios in einen Zeichentrickfilm zur Familienunterhaltung verwandelt wurde.

Fotos: OStRin Susanne Schuster/Text: OStR Roman Schieder

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Tankwart an der Solartankstelle

 

Solartankstelle lädt E-Scooter© Albert SchlupfUnter der kundigen Anleitung unseres Werkstattmeisters Elektro, Herrn Albert Schlupf, nahmen sich Andreas Nutz (11 FT 1), Tamara Tucmandel (11 FT 4), Tina Zeißler (11 FT 2), und Katharina Kopp (11 FT 1) der Aufgabe an. Innerhalb zweier Praktikumswochen planten, konstuierten und bauten sie eine Stromtankstelle zum Aufladen von Elektrofahrzeugen, bei der die elektrische Energie mittels Photovoltaik aus Sonnenenergie gewonnen wird. Dieses Projekt wurde ausgewählt, um zu demonstrieren, dass mit einfachen Mitteln ein Elektroroller oder ein Elektrorad ohne öffentliches Stromnetz geladen werden kann.

Eine Solartankstelle ist eine Stromtankstelle zum Aufladen von Elektrofahrzeugen, bei welcher die elektrische Energie mittels Sonnenenergie gewonnen wird. Dies geschieht zumeist durch Solarzellen. Solartankstellen werden zum Teil von Eigentümern von Elektrofahrzeugen errichtet. Der Strom, der nicht direkt zum Laden des Fahrzeugs dient, wird üblicherweise in das Stromnetz eingespeist. Elektroautos benötigen zwischen etwa 8 und 25 kWh für eine Strecke von 100 km.

Um Solaranlagen effektiver zu betreiben, werden diese mit Sonnennachführungen ausgestattet. Eine Nachführung kann den jährlichen Ertrag einer Anlage mindestens um 30% steigern.

Folgende technische Komponenten wurden verbaut:

Komponenten der Solartankstelle - technische Beschreibung© Albert Schlupf

(1) Ein Solarpanel mit einer Spitzenleistung von 245 Wp und einer Nennspannung von 24 Volt Gleichstrom.

(2) Ein Solarregler, der benötigt wird, um die Batterie mit dem vom Solarpanel erzeugten Strom richtig zu laden.

(3) Der Wechselrichter nimmt die Energie, die in der Batterie gespeichert ist, und macht daraus die übliche Netzspannung von 230 Volt Wechselstrom. Damit können dann Verbraucher versorgt und alle haushaltsüblichen Elektrogeräte geladen werden.

(4) Die oben besprochene Solarnachführung, die als Bausatz zugekauft und von uns gelötet wurde.

(5) Und schließlich eine Solarladebatterie zur Speicherung der Sonnenenergie.

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